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Reflexintegration (RIT)

Was ist Reflexintegration und wann kann sie helfen?

Mit Reflex­in­te­gra­tion ist ein spe­zi­el­les Bewe­gungs-Pro­gramm gemeint. Bei die­sem wer­den noch aktive früh­kind­li­che Reflexe, die eigent­lich schon in den Hin­ter­grund hät­ten tre­ten sol­len, nach­träg­lich ein­ge­glie­dert. Ein neu­ro­na­les Nach­rei­fen wird ermöglicht.

Ein Reflex­in­te­gra­ti­ons-Trai­ning eig­net sich beson­ders für Kin­der und Jugend­li­che, deren Schul-/All­tag durch ver­schie­denste Koordinations‑, Wahrnehmungs‑, Lern- und Ver­hal­tens­pro­bleme beein­träch­tigt ist, wie zum Beispiel:

  • eine schwa­che Kör­per­ko­or­di­na­tion (Moto­rik, Gleichgewicht)
  • feh­lende Impuls­kon­trolle, plötz­li­che Gefühlsausbrüche
  • Kon­zen­tra­ti­ons­pro­bleme, Unruhe
  • man­geln­des Zeitgefühl
  • Ori­en­tie­rungs­schwie­rig­kei­ten
  • Unge­schick­lich­keit
  • holp­ri­ges, sto­cken­des Lesen, Schrei­ben und Rechnen

Tref­fen einer oder meh­rere die­ser Punkte auf Ihr Kind zu, kann es sein, dass früh­kind­li­che Reflexe noch aktiv sind. Nicht sel­ten müs­sen diese ein Leben lang kom­pen­siert wer­den. Durch einen ein­fa­chen und schnel­len Test lässt sich ermit­teln, ob ein spe­zi­el­les, alters­un­ab­hän­gi­ges Reflex­in­te­gra­ti­ons-Trai­ning Abhilfe schaf­fen kann.

Wie läuft das RIT-Training ab?

1. Zunächst erfolgt die Ermitt­lung des neu­ro­mo­to­ri­sche Ent­wick­lungs­stan­des Ihres Kin­des, u.a. mit Hilfe eines Fra­ge­bo­gens. Anschlie­ßend wer­den die ein­zel­nen Reflexe getes­tet und der indi­vi­du­elle Ent­wick­lungs­be­darf festgestellt.

2. Anhand des­sen wird ein vier­wö­chi­ges kör­per­li­ches Trai­nings­pro­gramm für zu Hause erstellt. Nach Anlei­tung führt ein Erzie­hungs­be­rech­tig­ter diese ein­fa­chen Übun­gen aktiv mit sei­nem Kind durch. Ab der fünf­ten Woche bewegt sich das Kind selbständig.

3. Etwa alle vier Wochen fin­det eine Stunde beim RIT-Trai­ner statt, um die noch akti­ven Reflexe zu inte­grie­ren und die wei­ter fol­gen­den Übun­gen zu besprechen.

Die Dauer für das RIT-Trai­nings­pro­gramm liegt ins­ge­samt bei ca. 6 bis 12 Mona­ten. Häu­fig lässt sich schon nach weni­gen Wochen eine Ver­bes­se­rung feststellen.